Österreichische Fußball-Bundesliga: Alle Neuerungen im Überblick

– 19. Juni 2019 –

In den Klubkonferenzen der Österreichischen Fußball-Bundesliga und 2. Liga sowie der Hauptversammlung wurden folgende Entscheidungen getroffen:

Spielmodus Österreichische Fußball-Bundesliga

In der Österreichischen Fußball-Bundesliga wurde ein erstes Fazit nach der ersten Saison im neuen Modus gezogen. In einer Gesamtbetrachtung wurden die Erwartungen in der ersten Saison in vielen Bereichen übertroffen. Insbesondere die gesteigerte Spannung sowie die höhere Anzahl an Spielen mit Entscheidungscharakter wurden positiv wahrgenommen. Auch die Zuschauerzahlen mit neun von zwölf Klubs im Plus haben sich positiv entwickelt.

Die Klubs kamen einstimmig überein, dass das Ligaformat während der kommenden Saison 2019/20 analog zum ursprünglichen Reformprozess gemeinsam mit den Stakeholdern in den Bereichen Sport/Wirtschaft/Zuschauer evaluiert wird. Auf Basis dieser Gespräche soll ein Fazit gezogen werden, das als Entscheidungsgrundlage für etwaige Adaptierungsmöglichkeiten dient.

Bewerbszuschuss 2. Liga

Es wurde beschlossen, die Aufteilung des Bewerbszuschusses für Klubs der  2. Liga anzupassen. Der Zuschuss wurde bereits im Februar von den Klubs der Österreichischen Fußball-Bundesliga um 500.000 Euro auf insgesamt 2,8 Millionen Euro erhöht. Ziel ist es, mit diesen Förderungen die 2. Liga und deren Klubs auf Basis der definierten Ziele einfach, transparent und nachvollziehbar zu fördern.

25 Prozent der Summe werden als Sockelbetrag ausbezahlt, 35 Prozent auf Basis des Österreicher-Topfes, 15 Prozent auf Basis der erspielten Punkte sowie 25 Prozent als Lizenzbonus für lizenzierte Klubs, die den Aufstieg in die Österreichische Fußball-Bundesliga nicht schaffen.

Der Lizenzbonus wird zukünftig nur mehr an jene Klubs ausgezahlt, die ihr jeweiliges Heimstadion (das bereits in der laufenden Saison als Heimstadion genutzt wird) in der Lizenzierung angeben. Der Erhalt des Lizenzbonus mit einem Ausweichstadion ist damit nur im Falle eines Um- oder Neubaus der eigenen Heimstätte möglich.

Anpassung der Trainer-Lizenz für RL-Aufsteiger

Aufsteiger aus der Regionalliga können zukünftig für ein Jahr einen Cheftrainer beschäftigen, der über die Trainerlizenz UEFA-A-neu verfügt. Dieser Trainer hat dann ein Jahr Zeit, in den UEFA-Pro-Kurs des ÖFB aufgenommen zu werden. Grundsätzlich müssen Trainer der 2. Liga über die UEFA-Pro-Lizenz oder die UEFA-A-alt-Lizenz verfügen.

Auf- und Abstiegsregelung ab 2019/20

Künftig sind ausschließlich der sportlich Erst- und Zweitplatzierte der 2. Liga in die Österreichische Fußball-Bundesliga direkt aufstiegsberechtigt. Haben der Erst- und Zweitplatzierte keine Lizenz für die höchste Spielklasse, findet eine Relegation zwischen dem besten lizenzierten Klub der 2. Liga gegen den Letztplatzierten der Österreichischen Fußball-Bundesliga statt. Befindet sich unter den ersten Acht der 2. Liga kein Klub mit Lizenz, gibt es keine Relegation und verbleibt der Letztplatzierte der Österreichischen Fußball-Bundesliga in der Liga.

Als Termin für diese etwaigen Relegationsspiele würden der Mi, 27.05.2020 (19.00 Uhr) beziehungsweise der Sa, 30.05.2020 (17.00 Uhr) verwendet werden. Als Konsequenz daraus ergibt sich ein neuer Rahmenterminplan.

Weitere Bestimmungsänderungen

Unter anderem wurde die Ausgleichszahlung für Absteiger aus der Tipico Bundesliga von 250.000 auf 300.000 Euro erhöht und die Kälteregelung der UEFA (Spiele unter -15° C nur unter Zustimmung beider Klubs und des Schiedsrichters) in die Spielbetriebsrichtlinien übernommen.

Aufsichtsratsmandate

Durch den Abstieg des FC Wacker Innsbruck beziehungsweise den Aufstieg des WSG Swarovski Wattens wurde über die Aufsichtsratsmandate der Klubvertreter Gerhard Stocker und Diana Langes-Swarovski abgestimmt. Diana Langes-Swarovski wurde von den Klubs als Vertreterin der Österreichischen Fußball-Bundesliga in den Aufsichtsrat gewählt, Gerhard Stocker wurde von den Klubs der 2. Liga als Vertreter der zweithöchsten Spielklasse gewählt. Der Aufsichtsrat der Österreichischen Fußball-Bundesliga bleibt somit personell unverändert. Der Aufsichtsratsvorsitzende wird von den Mitgliedern des Aufsichtsrats selbst in der kommenden Sitzung ernannt.