Der FC Red Bull Salzburg und sein Tochterverein FC Liefering erwirtschafteten 201,1 Millionen Euro und damit mehr als alle anderen 24 Vereine (196,4 Millionen Euro) zusammen.

Der FC Red Bull Salzburg ist auch in wirtschaftlicher Hinsicht im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019/20 neuerlich die Nummer eins der Österreichischen Fußball-Bundesliga gewesen. Die Schere zur Konkurrenz wird größer. Bei stark wachsenden Erträgen wurde der Gewinn auf 40,36 Millionen Euro gesteigert.

Deutlich im Plus lagen dank der Europacup-Teilnahmen auch der LASK und der WAC, während das Jahresergebnis von Austria, Rapid und Sturm Graz in der Pandemie-Saison laut der publizierten Bundesliga-Daten ins Minus rutschte.

Champions League beschert Salzburg Millionengewinn

Bei Salzburg gehen sportlicher und wirtschaftlicher Erfolg Hand in Hand. „Wir freuen uns über dieses außerordentlich gute wirtschaftliche Ergebnis. Zurückzuführen ist es in erster Linie auf die erstmalige Teilnahme des FC Red Bull Salzburg an der Gruppenphase der UEFA Champions League, auf die wir ja sehr lange und hart hingearbeitet haben“, erklärte Stephan Reiter, der kaufmännische Geschäftsführer und führte auch die Transfererlöse (Erling Haaland, Stefan Lainer, Xaver Schlager, Hannes Wolf, Takumi Minamino) als wesentlichen Beitrag an.

Red Bull vs. 24 Vereine erwirtschaften nur 196,4 Millionen Euro

Bei genauerer Analyse der Umsatzzahlen wird die Dominanz von Red Bull noch deutlicher. Während der FC Red Bull Salzburg einen Umsatz von insgesamt 183 Millionen Euro verzeichnete, ist auch der Tochterverein FC Liefering mit 18,1 Millionen Euro Umsatz führend in der 2. Liga. Zusammen erwirtschafteten die beiden Klubs 201,1 Millionen Euro und damit mehr als alle anderen 24 Vereine der zwei höchsten Spielklassen (196,4 Millionen Euro) zusammen.

Auch in Anbetracht der Gewinnzahlen sind die beiden Vereine ganz oben im Ranking. Der FC Red Bull Salzburg (40,36 Millionen Euro) und der FC Liefering (51.000 Euro) kommen auf einen Gewinn von 40,42 Millionen Euro.

Zieht man den FK Austria Wien (-18,84 Millionen Euro) ab, kommen alle anderen Vereine der ersten und zweiten Spielklasse auf einen Gewinn von 3,17 Millionen Euro – also im Durchschnitt 130.000 Euro pro Klub.

Die vollständigen Zahlen finden Sie hier. Achtung: Der SV Mattersburg sowie die Young Violets Austria Wien wurden in den Berechnungen nicht berücksichtigt.

Text: APA/Red. | Fotos: GEPA pictures/Jasmin Walter | GEPA pictures