So funktioniert die UEFA Nations League 21.09.2017

Vier EM-Startplätze werden über den neuen Wettbewerb vergeben

Kaum einer hat sie auf dem Zettel, doch bald ist es soweit: Am 6. September 2018 schlägt die Geburtsstunde der UEFA Nations League. Inzwischen hat der europäische Verband die letzten Wettbewerbsbestimmungen festgelegt und das Reglement bestätigt. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum neuen Wettbewerb, über den man sich auch für die EM 2020 qualifizieren kann.

So funktioniert die Nations League

An der Nations League nehmen alle 55 UEFA-Mitgliedsverbände nehmen teil. Die Mannschaften werden in vier Ligen (A,B,C,D) aufgeteilt. Ausschlaggebend für die Aufteilung ist die UEFA-Koeffizientenrangliste für Nationalmannschaften, die nach dem Abschluss der europäischen Qualifikation für die FIFA-WM 2018 erstellt wird (11. Oktober 2017, Play-off-Ergebnisse werden nicht berücksichtigt). In der Liga A treffen sich die Top 12, danach folgen die nächsten zwölf Teams der Rangliste in der Liga B. In Liga C beteiligen sich 15, in der Liga D 16 Mannschaften.

Aber: Diese Mannschaften in den Ligen werden nicht alle aufeinandertreffen. Die Ligen A und B werden vielmehr nochmal unterteilt und dann aus vier Gruppen mit je drei Mannschaften bestehen. Die Liga C aus einer Gruppe mit drei Teams und drei Gruppen mit vier Teams, die Liga D aus vier Gruppen mit vier Teams. Wer in welcher Gruppe spielt, wird noch ausgelost, das genaue Auslosungs-Prozedere steht noch nicht fest. Die Auslosung der Ligaphase findet am 24. Januar 2018 in Lausanne statt. Dann wird auch der Wettbewerbspokal präsentiert. Die Gruppenspiele finden über sechs Spieltage statt - an den Doppelspieltagen im September, Oktober und November 2018 (die Teams bestreiten vier oder sechs Partien, je nach Größe der Gruppe).

Sieger, Aufsteiger und Absteiger

Die vier Gruppensieger der Liga A sind für die im Juni 2019 stattfindende Endrunde qualifiziert. Dann stehen zwei Halbfinals, eine Partie um den dritten Platz sowie ein Finale auf dem Programm. Ausgetragen werden die Partien in einem Land, das sich für die Endrunde qualifiziert hat, im Dezember 2018 entscheidet das UEFA-Exekutivkomitee über den Ort. Die Gruppensieger in den Ligen B, C und D steigen auf, die Tabellenletzten der Ligen A, B und C steigen ab.

20 Startplätze über die altbewährte EM-Qualifikation

Der generelle Qualifikationswettbewerb zur EM 2020 bleibt weitgehend unverändert. 24 Teams qualifizieren sich für die Endrunde, allerdings beginnt die EM-Qualifikation künftig nicht mehr im September direkt im Anschluss an die WM- bzw. EM-Endrunde, sondern im darauffolgenden März (in diesem Fall also März 2019). Kein Team ist automatisch als Gastgeber qualifiziert (es gibt insgesamt 13 Gastgebernationen). Es werden zehn Fünfer- bzw. Sechsergruppen gebildet. Die ersten 20 EM-Startplätze gehen an die erst- und zweitplatzierten Mannschaften dieser Gruppen.

Wie kann man sich über die Nations League für die EM 2020 qualifizieren?

Bleiben noch vier Startplätze übrig - und die werden via Nations League vergeben, und zwar in Play-offs (siehe Grafik unten). Die 16 Gruppensieger der Nations League nehmen an den Play-offs teil (also die vier Gruppensieger aus den vier Ligen). Jede Liga hat ihren eigenen Play-off-Weg, der jeweils zwei Halbfinalpartien und ein Finale (alle in einem Spiel) umfasst. Die Sieger der vier Play-off-Wege qualifizieren sich für die EM 2020.

Doch was passiert, wenn ein Gruppensieger der Nations League sowieso schon über den herkömmlichen und altbekannten Weg für die EM qualifiziert ist? Dann geht sein Platz an die nächstbestplatzierte Mannschaft der betreffenden Liga. Stellt eine Liga weniger als vier Play-off-Teilnehmer, gehen die übrigen Play-off-Plätze auf der Grundlage der Gesamttabelle der Nations League an Teams einer anderen Liga. Das bedeutet: Sind aus der Liga A nur noch drei Mannschaften nicht qualifiziert, kann ein Team aus der Liga B an deren Play-offs mitwirken.

Quelle: UEFA

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