Das war der FUSSBALL KONGRESS Deutschland in Leipzig

Bedeutende Entscheidungsträger des deutschsprachigen Fußball Business trafen sich am 11. Oktober 2018 in der Red Bull Arena Leipzig, um über die aktuellen Wirtschaftsthemen des deutschen und internationalen Fußballs zu sprechen. Mit 120 Teilnehmern, zahlreichen Vereinsverantwortlichen und 25 Ausstellern war der FUSSBALL KONGRESS Deutschland ein voller Erfolg.

„Vom FUSSBALL KONGRESS Deutschland in Leipzig lernen, heißt siegen lernen – auch und gerade in Sachen Kurzweiligkeit“, so die Leipziger Volkszeitung am Tag danach. Beim Netzwerken in der Red Bull Arena trafen sich Entscheidungsträger, Sponsoren und Unternehmensvertreter aus dem Sport und Fußball Business, kamen einander näher. Beim Vier-Augen-Gespräch, bei Firmen- und Innovationsvorstellungen, die kürzer als zehn Minuten sein mussten.

Am Vormittag eröffnete Anton Pichler (Initiator) gemeinsam mit Matthias Reichwald (RB Leipzig) und Florian Kainz (Internationales Fußball Institut) offiziell den Kongress. 

eSports und dessen Potentiale für den professionellen Fußball

Der erste Schwerpunkt beschäftigte sich mit dem Thema: Wie lässt sich eSports für Vereine wirtschaftlich nutzen?

Tobias Benz, Leiter des eSports Lehrgangs am Internationalen Fußball Institut, lieferte anhand einer Keynote Ansätze, wie das funktioniert und gab einen Überblick zur Entwicklung des eSports. Mit dieser Frage beschäftigte sich auch die anschließende Diskussionsrunde rund um Nicolas Gaede (Lagardére Sports), Patrick Lenhart (Österreichische Fußball-Bundesliga), Joachim Reuter (FC Basel) und Jonas Stratmann (SV Sandhausen).

Innovation trifft Sport: Spannende Unternehemenspräsentationen 

Nach der Mittagspause standen die traditionellen Unternehmenspräsentationen sowie ein dreiminütiges Start-up Special am Programm.

Ein Thema hatte mit einer Software, die das Gewinnen wahrscheinlicher machen soll (64keys-sports.com), zu tun. Eine Matrix zeigt das energetische Profil des Fußballers oder Trainers xy. Diese auf Geburtsdaten basierenden Erkenntnisse geben Aufschluss über Luft nach oben. Laut Anbieter war vor der WM klar, dass Belgien nicht Weltmeister wird und Jo Kimmich im zentralen Mittelfeld besser aufgehoben wäre.

Interessant auch für Kongress-Gastgeber RB Leipzig: Der österreichische Hygiene-Anbieter HAGLEITNER glänzte mit digitalisierten Waschräumen. Wenn Seife oder Toiletten-Papier fehlen, funkt es im Lager. Problem bei RB: Bis zur Toilette schafft es in der Halbzeit nur, wer früh losrennt und erst gar nicht an ein Pausenbier denkt.

Gesprochen wurde zudem über Bezahlsysteme von ventopay, die allen Freude bereiten. Und über güldene Kundenbindung, die Golden Gates Edelmetalle anbietet. Ein Gramm Gold auf der Dauerkarte und die Leidenschaft hält ewig. Dazu das Start-up AGONICON, das eine Sportmanagement Software und Beratungsleistungen im Rahmen der Digitalisierung anbietet.

Höhepunkt des Tages: Der Sport Talk 

Am frühen Nachmittag drehte sich alles um das Thema Fußball. Ralf Rangnick (RB Leipzig), Bernd Heynemann (Ex-Profischiedsrichter), Markus Kraetschmer (FK Austria Wien) und Achim Ittner (SAP Sports) diskutierten dabei über aktuelle sportliche Themen im Fußball.  

RB-Sportdirektor und Trainer Ralf Rangnick über die Flut an Spielen, insbesondere für Nationalspieler: „Wir sind absolut an der Grenze dessen, was man den Spielern zumuten kann. Das Ende der Fahnenstange ist erreicht.“ Über Sinn beziehungsweise Zweck der Nations League und drei Länderspielpausen: „Für die Zuschauer ist ein Nations-League-Spiel Deutschland gegen Holland interessant und spannend.“ Folge: Bundestrainer Joachim Löw will und muss die bestmögliche Mannschaft bringen, kann weniger Rücksicht auf überlastete Spieler nehmen. Rangnick: „Zwei statt drei Länderspielpausen wären mir lieber.“

Kult-Schiri Bernd Heynemann hat seine ersten gelben und roten Karten in der DDR selbst gebastelt und will zurück zum Fußball, den er liebte. „Weniger ist mehr.“ Weniger Gedöns rund um die 90 Minuten, weniger Wettbewerbe, weniger Eingriffe der Kölner Video-Combo, weniger Anstoßzeiten, weniger übertragende Sender. Rangnick steht zum Videoschiedsrichter („braucht Eingewöhnungszeit“), brachte das Phantomtor von Stefan Kießling als Negativ-Beispiel aus Vor-Video-Zeiten in Stellung.

Nach Heynemanns Gusto ist den Schiris zu viel Macht flöten gegangen. Außerdem sei es weltfremd, nach einem Tor die vorvorherige Szene zu checken, um dann das Tor zurückzunehmen. Er fordert feste Experten-Teams. Die einen pfeifen ausschließlich, die anderen gucken nur Video. Übrigens: Rudi Glöckner kommt dem idealen Unparteiischen sehr nah, sagt Heynemann. „Seine Ruhe war beeindruckend. Auch seine Gestik. Er hat sich vorm Spiegel warm gemacht und Grimassen geschnitten.“ Heynemann: „Also ich könnte noch.“ Pfeifen. Rangnick über seinen Nachfolger Julian Nagelsmann: „Wir tauschen uns nicht mit ihm aus, haben im Moment gar keinen Kontakt.“ 

Kopf und Körper an der Leistungsgrenze

Nach einer kurzen Kaffeepause folgte der letzte große Themenschwerpunkt am diesjährigen Kongress. Eine Podiumsdiskussion zum Thema: Stressfaktor Leistungssport - Spieler und Management 24 Stunden im Fokus der Öffentlichkeit.

Es diskutierten Jürgen Lueger (Symbioceuticals Harmonizer GmbH), Dietmar Hirsch (Ex-Fußballprofi und Profifußballtrainer), Florian Kainz (Internationales Fußball Institut) sowie Gerald Baumgartner (Profifußballtrainer).

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Die Pressestimmen zum Kongress in Leipzig gibt's hier!

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Save the Dates: 10. FUSSBALL KONGRESS Österreich am 13. Februar 2019 in der Generali Arena in Wien. Weiters findet am 14. Mai 2019 ein FUSSBALL KONGRESS in der Schweiz sowie im Oktober 2019 in Deutschland statt.

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